Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Denkendorf geht auf das Jahr 1873 zurück. Im Jahr 1902 erhielt sie eine Saugdruckspritze, die auch heute noch funktionsfähig ist.

Diese wurde mit der Muskelkraft von vier Mann und dem Schlachtruf „Hie´ muast sei, hie´ muast sei!“ betrieben. Leider sind die Unterlagen über Gründungsmitglieder und Brandeinsätze der Wehr sehr spärlich und fehlen aus den ersten Jahrzehnten ganz. Sie sind vermutlich im 1. Weltkrieg verloren gegangen. In den 30er Jahren war Max Reigl, geb. 26.03.1888 1. Kommandant und sein Stellvertreter war Josef Meixner, geb. 06.09.1890, Zeugwart war Josef Landes, geb. 04.06.1907 (Post-Sepp). Zur damaligen Zeit war der 1. Kommandant für die Spritze zuständig. Der 2. Kommandant war für die Feuerwehrleiter und für die Bedienungsmannschaft zuständig. Es wurden z.B. Brände am Anwesen der Familie Gürtner (Wüdboda) und Kiermeyer bekämpft. Ab 1939 mußten immer mehr Männer in den Krieg einrücken und die Zahl der Aktiven schmolz zusammen. Trotz dieser personellen Schwierigkeiten erfüllte die Wehr auch in diesen schweren Zeiten, mit einer Hand voll Männer, ihre Aufgabe. Im Frühjahr 1941, zur Mittagszeit, brannte bei der Familie Hartl die Scheune, welche, wie es hieß, durch spielende Kinder und nicht durch den Krieg entzündet wurde. Denkendorf war bereits in den Kriegsjahren in Besitz einer Motor angetriebenen Pumpe. Diese wurde von den amerikanischen Streitkräften beschlagnahmt und zum Waschen der Panzer zweckentfremdet. Nach dem Ende des Krieges wurde sie zusammen mit einer Standarte verschleppt. Nach dem 2. Weltkrieg übernahmen Michael Löffler (Kusel-Mich), geb. 30.01.1906 als 1. Kommandant und Josef Meixner geb. 01.09.1922 als 2. Kommandant die Denkendorfer Feuerwehr. Zeugwart war immer noch Josef Landes. Auch mußte die Wehr wiederholt zur Nachbarschaftshilfe ausrücken. Es wurden z.B. Brände in Altenberg, Zandt, Gelbelsee und Grampersdorf gelöscht. Die folgenden Jahre dienten dem Wiederaufbau und der Verbesserung der Einsatzbereitschaft. Doch im Laufe der Zeit, obwohl bei Einsätzen immer genügend Wehrmänner ausrückten, kam niemand mehr zu den Übungen. Auf die neue Führung warteten große Aufgaben. Zum einen galt es die immer noch unbefriedigende Übungssituation zu verbessern, zum anderen musste das Kameradschaftsleben wieder hergestellt werden.

 

1953 wurde der Feuerwehrverein gegründet. Die Patenschaft für den neu gegründeten Feuerwehrverein übernahm die Freiwillige Feuerwehr Stammham. Somit wurde auch das Vereinsleben angekurbelt. Die Vereinsleitung übernahm anfangs Bürgermeister Michael Wittmann, geb. 08.10.1899, Kassenführer war Nikolaus Scheiblecker, geb.26.03.1918. Startkapital waren 40 Reichsmark. Dies steht als erster Eintrag im Kassenbuch. Als zweiter Eintrag steht wörtlich: „Aufwertung des Feuerwehrbestandes von der Reichsmark-Umstellung zur Deutschen Mark um 6,30 DM“. Mit dem Zins von 0,60 DM betrug das Vermögen der Freiwilligen Feuerwehr Denkendorf am 31.12.1953 genau 46,90 DM . 1953 wurde auch ein Feuerschutz-Plan vom Bayerischen Landesamt für Feuerschutz festgesetzt. Somit wurde Georg Schießl (Nr. 106), Johann Riedl (Nr. 98) und Franz Riedl (Nr. 98) beauftragt, bei Eingang oder Bekanntwerden einer Feuermeldung die Feuerwehr durch Hornsignal zu alarmieren. Es steht auch geschrieben: „Ein Horn liegt in den Häusern der o.g. immer in Bereitschaft“. Noch heute liegt ein solches Horn im Floriansstüberl des Feuerwehrhauses. Die Zahl der aktiven Feuerwehrmänner war damals 33 Mann.

Als Löschgerät standen die 51 Jahre junge Spritze, eine fahrbare Leiter und 11 C-Längen zu je 15 m zur Verfügung. Die Geräteunterkunft ist 1949 repariert worden. Der bauliche Zustand ist gut. Das Löschgerät wird von Besitzern von Kraftfahrzeugen transportiert. Dies führte Anton Hanrieder vor Robert Hanrieder viele Jahre durch. Anton Hanrieder zog die Spritze im Jahr des Erstellens des Brandschutzplanes nach Riedlshof zum Gutshof Strobl, der in Flammen stand. 1954 wurde 1. Kommandant Michael Löffler, zum 1. Vorstand gewählt und übernahm bis 1960 die Führung der Mannschaft als Kommandant und Vorstand. Konrad Reigl, geb. 03.12.1934 wurde Nachfolger vom Zeugwart Josef Landes. Im Jahr 1960 wurde Max Reigl (Schaffa-Max), geb. 25.06.1920 zum 1. Kommandanten und Josef Meixner, geb. 01.09.1922 zum 2.Kommandanten gewählt. Eines ihrer ersten Brände war wieder der Stoblhof, der durch Brandstiftung, erneut ein Raub der Flammen wurde.

 

1961 brannte der Schweinestall des Anwesens Josef und Katharina Löffler. Eine große Anzahl von Ausrüstungsgegenständen wurde angeschafft. Kommandant Max Reigl bekam 1962 eine TSA-8. Dies gab wieder Aufwind bei den Feuerwehrkameraden. Erster Einsatz der neuen TSA-8 war wieder der Stroblhof (heute das Anwesen der Familie Kammermeier). Es war wieder Brandstiftung. Selbstverständlich waren erfolgreiche Einsätze ohne entsprechende Übungen nicht möglich. Im Jahr fanden ca. 4 – 6 Übungen statt. Immer wieder durchgeführte Inspektionen durch den Feuerwehrbezirksvertreter (heute Kreisbrandrat) gaben zu Sonderübungen Anlaß. Es galt ja am Gerät TSA-8 fit zu sein. Bei schlechtem Übungswetter wurde die Übung zum Gasthof Schießl verlegt. Solche Übungen waren auch zeitaufwendiger. Zu dieser Zeit fanden auch die ersten Leistungsprüfungen statt. Bürgermeister Michael Heggenberger, geb. 26.01.1910, übernahm 1962 die Vereinsführung. Josef Meixner trat 1965 als 1. Kommandant an die Spitze der Wehr. Sein Stellvertreter wurde Michael Heggenberger, geb. 04.05.1936.Im Jahr 1972 wechselten beide die Position. Michael Heggenberger übernahm das Amt des 1. und Josef Meixner das des 2. Kommandanten der Denkendorfer Wehr.

 

 

Zum 100jährigem Gründungsfest am 05.08.1973 wurde eine Vereinsfahne angeschafft.

Die Freiwillige Feuerwehr Stammham übernahm die Patenschaft. Schirmherr war der damalige Landrat Konrad Regler.

Mitglieder des Festausschusses 1973 waren: Gerhard Riedel Michael Heggenberger sen. Festleiter Bürgermeister u. 1.Vorstand Michael Heggenberger jun. Josef Meixner sen. 1.Kommandant 2. Kommandant Nikolaus Scheiblecker Josef Meixner jun. Kassier Schriftführer Weitere Mitglieder: Andreas Betz , Josef Heggenberger, Konrad Sandner, Rudolf Götz, Anton Herler, Heinrich Wagner, Lorenz Gebhard , Ludwig Wagner, Konrad Reigl, Rudolf Kerschenlohr Fahnenmutter: Maria Meixner Fahnenbraut : Hannelore Jakob Festjungfrauen: Irmgard Hanrieder, Anni Meier, Christa Schießl, Luise Löffler, Annemarie Wittmann, Johanna Riedl Fahnenjunker: Andreas Betz Beisteher: Leo Jakob Michael Löffler

 

Im Frühjahr 1975 begann eine Zeit des Zitterns. Ein Feuerteufel ging durchs Dorf. Als erstes stand am 22.02.1975 die Scheune des Anwesens Max und Anna Meier (Brandstetter) auf dem Programm des Brandstifters. Durch Blitzschlag wurde am 16.05.1975 fast das gesamte Anwesen Beringer in Altenberg zerstört. Unversehrt blieb damals nur das Wohnhaus. Auch viele Tiere kamen in den Flammen um. Wolkenbruchartige Regenfälle behinderten die Einsatzarbeit, was den Flammen wenig ausmachte. Beim Feuerwehrfest mit Fahnenweihe in Zandt am 27.07.1975 übernahm die Freiwilligen Feuerwehr Denkendorf die Patenschaft. Am 25.12.1975 um 1.30 Uhr stand der Holzschuppen des Pfarrhofes durch Brandstiftung in Flammen. Eisige Kälte erschwerte den Einsatz. Ein weiteres Mal, am 09.02.1976, schlug der Feuerteufel bei den landwirtschaftlichen Gebäuden samt Getreidesilo des „Postwirts“ zu. Nur durch massive Brandbekämpfung mit Unterstützung der Feuerwehren Beilngries und Ingolstadt konnte das Gasthaus vor den Flammen gerettet werden. Kommandant Heggenberger bekam immer wieder anonyme Anrufe mit den Worten „De Wocha brennt`s wieda“. Es war Grund genug, über nächtliche Wachen zu beraten. Dies scheiterte allerdings aufgrund beruflicher Verpflichtungen der Feuerwehrmänner. Für jeden galt daher „Die Augen aufhalten“. Trotzdem konnte der Feuerteufel erneut zuschlagen. Dieses Mal brannte die Scheune mit Stallungen des Anwesens Xaver Hofmann bis auf die Grundmauern nieder. Allerdings konnten fast alle Tiere gerettet werden und dies ohne Atemschutz. Es war eine gelungene Rettungsaktion der Feuerwehrmänner. In der folgenden Zeit kehrte „Gott sei Dank“ Ruhe in Denkendorf ein.

 

Am 01.08.1976 übernahm die Freiwilligen Feuerwehr Denkendorf die Patenschaft beim Feuerwehrfest mit Fahnenweihe in Aschbuch. Rudolf Kerschenlohr, geb.10.01.1940 wurde 1977 zum 1.Kommandanten gewählt, sein Stellvertreter wurde Michael Heggenberger. Rudolf Götz, geb.09.01.1939 übernahm die Vereinskasse von Nikolaus Scheiblecker, der sie 24 Jahre ohne Beanstandung führte. Josef Meixner war 7 Jahre 1. Kommandant und 30 Jahre 2. Kommandant der Feuerwehr Denkendorf. Bürgermeister Alfons Weber übernahm 1978 die Vorstandschaft des Vereins. In der Jahreshauptversammlung 1982 standen wieder Neuwahlen auf der Tagesordnung. Kommandant Kerschenlohr wurde im Amt bestätigt. An seine Seite wurde Ludwig Mosandl, geb. 03.05.1934 gewählt. Michael Heggenberger übernahm die Vereinsführung. Als Gerätewart wurden Manfred Felser und Franz Riedl verpflichtet. Ein Zimmerbrand im Altenheim St. Josef war für Kommandant Kerschenlohr Anlaß genug, die Beschaffung einer Anhängeleiter (AL 18) zu beantragen. Diese wurde noch im Jahre 1982 beschafft.

Den 110. Geburtstag feierte die Freiwillige Feuerwehr 1983 im Kreise der Dorfgemeinschaft. Am 08.07.1984 übernahm die Freiwillige Feuerwehr Denkendorf die Patenschaft beim Feuerwehrfest mit Fahnenweihe in Beilngries. 1.Kommandant Kerschenlohr konnte nach langem Hin und Her, Bürgermeister Weber und den Gemeinderat überzeugen, daß die Beschaffung eines Löschfahrzeuges für die FF Denkendorf unumgänglich sei. Im Gemeinderat entschied man sich für ein LF 16/12. Als das neue LF 16/12 am 25.07.1985 in Ergolsbach abgeholt wurde, war Rudolf Kerschenlohr samt Wehr
äußerst zufrieden.

 

Es begann ein neuer Lernprozess für die Feuerwehrmänner. Wöchentlich wurden Übungen abgehalten. Manfred Felser und Konrad Gürtner wurden als Atemschutzgeräteträger und Konrad Reigl im Lehrgang „Technische Hilfeleistung“ an der Feuerwehrschule in Regensburg ausgebildet. Der erste Einsatz war dann im September ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem Spreizer und Schneidgerät erforderlich waren.

 

1988 waren wieder 6 Jahre Kommandanten-Dienst abgelaufen.Kommandant Rudolf Kerschenlohr stellte nach 11 Jahren sein Amt zur Verfügung. Ebenso trat sein Stellvertreter Ludwig Mosandl zurück. Auch die Vorstandschaft mußte neu gewählt werden. Michael Heggenberger und seine Vorstandsmitglieder wurden im Amt bestätigt. Als 2. Kommandant stellte sich Franz Pfaller zur Verfügung. Das Amt des 1.Kommandanten wollte niemand übernehmen. Bürgermeister Weber bat Kommandant Kerschenlohr die Feuerwehr bis zur nächsten Versammlung, für weitere 3 Monate, zu führen. Als sich bei dieser Versammlung wieder kein Nachfolger finden ließ, stellte sich Rudolf Kerschenlohr zur Wiederwahl und wurde für weitere 6 Jahre 1.Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Denkendorf, der damals 70 aktive Feuerwehrmänner angehörten. In diesen Jahr, am 03.07.1988 übernahm die Freiwillige Feuerwehr Denkendorf die Patenschaft beim Feuerwehrfest mit Fahnenweihe in Gelbesee.

 

Immer wieder auftretende Probleme bei THL-Einsätzen mit LKW-Unfällen bei denen Diesel auslief, welches abgesaugt werden mußte, veranlaßte die Gemeinde im November 1989 einen gebrauchten Ford-Transit zu beschaffen. Dieses Fahrzeug wurde mit der gesamten Ausrüstung der TSA-8 sowie mit einem 200 l Faß und eine Dieselpumpe ausgestattet. In der Jahreshauptversammlung 1991 wurde Michael Heggenberger in seinen Amt als 1. Vorstand bestätigt, als 2. Vorsitzender wurde Rudolf Scheiblecker gewählt.

 

Platz- und Sicherheitsgründe sowie Beanstandungen bei den Inspektionen veranlassten Rudolf Kerschenlohr den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses zu beantragen. Der Gemeinderat war von diesem Antrag keineswegs begeistert und schob die gesamte Angelegenheit auf die lange Bank. Es wurde zwar geplant und beschlossen, jedoch keine Ergebnisse erzielt. Die Standortfrage stellte ein großes Problem dar. Es wurde sogar die Aussiedlung ins Gewerbegebiet in Erwägung gezogen.


1994 standen die nächsten Wahlen an. Rudolf Kerschenlohr, einer der wohl erfolgreichsten und mit 17 Dienstjahren längste 1. Kommandant, sowie sein Stellvertreter, Franz Pfaller, traten von ihren Ämtern zurück. Bürgermeister Weber stand wieder vor der Aufgabe einen neuen Kommandanten für die Denkendorfer Wehr zu finden. Im Vorfeld suchte er nach zwei geeigneten Bewerbern, die für die Übernahme dieser Ämter bereit waren. Er sicherte seine volle Unterstützung zu. In der Generalversammlung am 12.März 1994 wurden Manfred Felser zum 1. Kommandanten und Konrad Reigl zum 2. Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Denkendorf, der zu dieser Zeit 90 aktive Feuerwehrmänner angehörten, gewählt. Der 1. Vorstand Michael Heggenberger wurde wieder bestätigt und konnte Hermann Pickl als 2. Vorsitzenden gewinnen. Die Vereinskasse übernahm Rudolf Scheiblecker aus den bewährten Händen von Rudolf Götz. Der scheidende Kommandant wurde von der Gemeinde Denkendorf in einer kleinen Feierstunde zum Ehrenkommandant der Freiw. Feuerwehr Denkendorf ernannt. In diesem Jahr übernahm die Freiwillige Feuerwehr Denkendorf die Patenschaft beim Feuerwehrfest mit Fahnenweihe in Kipfenberg. Nicht nur durch die Patenschaft, sondern auch die Zusammenarbeit der Kommandanten aus Denkendorf (Felser/ Reigl) und Kipfenberg (Anton Wermuth, 1.Kdt/Wolfgang Forster, 2.Kdt) bei vielen gemeinsamen Einsätzen, wurde die Kammeradschaft insgesamt gestärkt.

Um den Bau des neuen Feuerwehrhauses voranzutreiben, stellte Kommandant Felser an die Gemeinde den Antrag, daß diese den vorzeitigen Baubeginn für das geplante Feuerwehrhaus beantragen solle. Bürgermeister Weber und seine Mandatsträger befürworteten diesen Antrag. Die Dringlichkeitsliste der Regierung für die Bezuschussung von Feuerwehrhäusern war jedoch sehr lang. Auch Staatssekretär Hermann Regensburger wurde von den Floriansjüngern über die bestehende Unfallgefahr und die Missstände im alten Feuerwehrhaus informiert. Im September 1994 erteilte die Regierung vom Oberbayern die Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn. Unter der Leitung von Architekt Leo Hajek wurde im März 1995 mit den erforderlichen Abbrucharbeiten begonnen. Herr Hajek sprach damals von einer Bauzeit von 12 Monaten.

Im April wurde auch in Sachen Jugendarbeit ein neuer Schritt gewagt. Es wurde eine neue Gruppe mit erstmals 4 Mädchen und 4 Jungen zusammengestellt. Kommandant Felser kleidete die Jugendlichen mit den Jugendfeuerwehrschutzanzügen aus, die er durch großzügige Spenden der Denkendorfer Gewerbetreibenden finanzierte. Die Bauarbeiten gingen zügig voran. Im August konnte bereits das Richtfest gefeiert werden. Während der Bauzeit fanden viele Besprechungen und Besichtigungen von anderen Feuerwehrgerätehäusern statt. Das neue Feuerwehrhaus sollte kostengünstig und zweckmäßig ausgestattet sein aber doch auch dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Bürgermeister Weber und die Kommandanten Felser und Reigl fuhren daher z.B. nach Stuttgart, Friedberg, Erlangen und Neustadt a.d. Donau um sich genau zu informieren. Zum Ende der Bauzeit im Frühjahr 1996 wurde von den Floriansjüngern in Vorbereitung auf den Umzug am 20.04.1996 eine große Anzahl an Eigenleistungsstunden erbracht.

 

Am 28.04.1996 war ein großer Tag für die Geschichte der Feuerwehr Denkendorf. Der Tag der Einweihung des neuen Gebäudes war gekommen. Ab 9.00 Uhr trafen sich Ehrengäste, Patenverein, Patenkinder sowie die Feuerwehren und Vereine aus dem Gemeindebereich zum Weißwurst-Frühstück. Um 10.00 Uhr fand der Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius statt. Danach ging es in einem kleinen Festzug zum neuen Feuerwehrhaus. Dekan Richard Herrmann weihte das neue Heim der Feuerwehr, in dem auch die Bücherei und der Musikverein eine neue Bleibe gefunden haben. Auch der, von der Feuerwehr durch Spendengelder und finanzieller Eigenleistung erworbene, Mannschaftsbus wurde geweiht. Bürgermeister Weber überreichte bei der anschließenden Feierstunde, als eine seiner letzten Amtshandlungen vor dem wohlverdienten Ruhestand zum 1. Mai 1996, den symbolischen Schlüssel an Kommandant Manfred Felser. Er bedankte sich für die überaus gute und erfolgreiche Zusammenarbeit bei allen Beteiligten. Neben den zahlreich erschienenen Ehrengästen war auch der Nachfolger im Amt des Bürgermeisters, Josef Bienek, bei der Einweihungsfeier anwesend. Auf Anregung des neuen Bürgermeisters wurde Alfons Weber am 14.06.1996 im Rahmen einer Feierstunde in der Fahrzeughalle des neuen Feuerwehrhauses gewürdigt und offiziell verabschiedet. Bei der Jahreshauptversammlung 1997 wurden sämtliche Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt.

 

Die Durchführung der 125-Jahr-Feier wurde von den Mitgliedern beschlossen und ein Festausschuß gebildet. Die Planungen für das große Fest konnten unverzüglich beginnen. Ein Höhepunkt des Jahres 1997 war auch die Übergabe des Löschfahrzeuges LF 16-TS des Bundes durch Kreisbrandrat Hans Wagner beim Floriansfest. Das Fahrzeug wurde vom bisherigen Standort Gaimersheim nach Denkendorf versetzt. Dies ist der erste Teil der Feuerwehrfahrzeug-Komponente, die in den nächsten Jahren durch einen Schlauchwagen SW 2000 (2000 m Schlauchbeladung) vervollständigt werden wird. Kreisbrandrat Wagner und das Landratsamt Eichstätt, Sachgeb. Katastrophenschutz, bevorzugten den Standort Denkendorf aus verschiedenen Gründen. Die drei Hauptgründe sind die geeignete Unterkunft, die gute Feuerwehrführung und die hervorragende örtliche Feuerwehrmannschaft. Zum Jahresbeginn 1998 besteht die Feuerwehr Denkendorf aus 9 Löschgruppen mit 81 Feuerwehrdienstleistenden und einer Jugendfeuerwehr mit 20 Jugendlichen.

 

Der Chronist schließt seinen Streifzug durch die Vergangenheit der Feuerwehr mit dem Wunsche, dass sich die Bürger, Feuerwehrfrauen und –männer, auch weiterhin den im Verlauf der Geschichte immer wieder bewiesenen Gemeinsinn bewahren und den Zusammenhalt festigen.

 

Verfasser: Manfred Felser 1.Kdt.